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Aktueller VÖ
Band Mitglieder
Mark Hunter
Matt DeVries
Rob Arnold
Jim LaMarca
Chris Spicuzza
Andols Herrick
Aktuelle Veröffentlichung:
CHIMAIRA
"Chimaira"
VÖ: 08.08.2005
Chimaira, die Helden der New Wave Of American Heavy Metal, sind zurück. Und sie haben Großes geschaffen. Ein Werk, das verstanden werden will.
“Dies ist kein Album, welches sich dem Hörer beim ersten Mal erschließt“, meint Chimaira-Frontmann Mark Hunter. „Die Songs werden für den Rest deines Lebens in deinem Gehör hängen bleiben, obwohl sie alles andere als simpel sind. Die Leute werden sagen 'Das ist interessant, das muss ich mir noch mal anhören.' Beim dritten Hördurchgang macht's dann 'klick' so auf die Art 'Ah, jetzt hab ich's!'“
Das sind kühne Aussagen, aber Hunter darf sich weit vorlehnen, denn als Beweis liefert er uns das neue Chimaira-Album, passend mit 'Chimaira' betitelt. Passend deshalb, weil die sympathischen Jungs aus Cleveland ihren Stil einem Feinschliff unterzogen haben, das von nun an alles repräsentiert was Chimaira waren, sind und sein werden sobald dieses Monster auf die Heavy-Metal-Welt losgelassen wird. Geht in Deckung, liebe Freunde!
Keine Frage, Chimaira sind stärker denn je. Schon von der ersten Note an walzt die Uptempo-Granate „Nothing Remains“ alles nieder, was ihr in den Weg kommt. Dass dieser Track eine Riff-Attacke allererster Güte geworden ist, scheint kein Zufall zu sein wie Hunter erklärt: „Der Song wurde am Tag von Dimebags Ermordung geschrieben. Er hat zwar nichts direkt mit Geschehnissen zu tun, aber beinhaltet die Brutalität und die Wut, die diese Tragödie in unseren Gefühlen ausgelöst hat. Wir saßen gerade im Proberaum, schauten eine Stunde lang zu Boden, als Rob die Gitarre in die Hand nahm, um mit uns diesen Song zu schaffen.“ Die Härte und Wucht lässt auch nicht im folgenden „Save Ourselves“ nach, das dank seines gemeinen Breakdowns wie ein Mörser einem sämtliche Knochen kontrolliert zu Staub zermalmt. „Salvation“ ist durch seinen großartigen Refrain der melodischste Song des Albums und beweist einmal mehr die Vielseitigkeit des Sextetts. Den krönenden Abschluss bildet das epische und aufwühlende „Lazarus“. “Eine Achterbahn der Gefühle”, wie Hunter beschreibt, “es geht darin nicht um den biblischen Charakter “Lazarus”, sondern um einen Freund, der sich vor elf Jahren das Leben genommen hat. Es ist der persönlichste Song, den ich je geschrieben habe, und ich bin froh, dass ich es auf die Art und Weise verarbeiten konnte“, meint Hunter mit der Empfehlung, sich diesen Song unter Kopfhörern zu Gemüte zu führen.
'Chimaira' ist in jeder Hinsicht intensiv. “Die Lyrics sind sehr persönlich gehalten. Leute die ein 'Fuck you' oder einen Song im Stile von “Power Trip” erwarten, werden enttäuscht sein. Die Texte sind durchdachter und mehr auf die Realität bezogen. Ich dachte, es wäre an der Zeit, sich in meinen Lyrics mehr zu öffnen und die Zweideutigkeit aus dem Spiel zu lassen.“ Das Ganze geht Hand in Hand mit der Musik – direkt wie ein Schlag ins Gesicht.
Das Songwriting begann sogleich nach einem erfolgreichen Zwei-Jahres-Marathon. Touren als Headliner zusammen mit Lamb Of God, dann auf den Bühnen des Ozzfest 2003 plus die Jägermeister Tour im Frühjahr 2004, die man zusammen mit Slipknot und Fear Factory bestritt, wurden zu einem regelrechten Siegeszug. Nicht zu vergessen die Roadrage Tour 03 durch Europa, aus der Chimaira als heimlicher Gewinner hervorgegangen sind, sowie die amerikanische Version gemeinsam mit Machine Head. Auch auf europäischen Festivals bewies man, dass man zu den eindrucksvollsten Acts der New Wave Of American Heavy Metal zählt. 330 Shows in 21 Ländern = 330 Mal heftigstes Live-Geballer inklusive Wall-Of-Death insziniert und dirigiert von „Metal-Moses“ Mark Hunter. Stets im Gepäck „The Impossibility Of Reason“, Chimairas fulminantes Durchbruch-Album.
“Wir brannten darauf, neues Material zu schreiben”, so Hunter. Ben Schigel, der schon den Vorgänger knallig produziert hat, nahm schließlich den Jungs sämtlichen Druck, um in den Spider Studios das einzutüten, was schließlich Chimairas „Master Of Puppets“ geworden ist.
Das neue Werk ist sicherlich das musikalischste, nicht zuletzt wegen Rob Arnolds Soli, die alles in den Schatten stellen, was der Mann bisher auf den Vorgängern fabriziert hat. Hunters Gesang ist diesmal Einschüchterung pur und selbst Chris Spicuzza hat sich weiterentwickelt. Seine Ambient- und Elektronik-Elemente geben Chimairas Metal-Manifest eine sechste Dimension. „Chris hat aus epischen Parts noch epischere gemacht“, lobt auch Hunter seinen Bandkollegen, “'Warum klingt das so groß?', werden viele fragen. Das ist der Trick!“. Auch der Drummer-Verschleiß hat ein glückliches Ende gefunden: Kevin Talley - bisher Fellverdrescher in den grindigen Death Metal Bands Misery Index, Suffocation und Dying Fetus gewesen - ist ein brutaler In-Your-Face-Drummer, der vor allem live für offene Münder sorgen dürfte. 'Chimaira' bietet schon mal einen Vorgeschmack. „Man muss zugeben, dass die Drums auf dem Album eine einzige Abrissbirne sind. Unglaublich intensiv.“
Der Einfluss Talleys und die Entwicklung Chimairas als Individuen und als Band geben dem neuen Album eine deutliche, frische und offensive Note. „Jeder hat seinen Geschmack und seinen Stil eingebracht. Es ist eine Chimaira-Scheibe, die nichts unberücksichtig gelassen hat. Wir sind wie ein dreiköpfiges Biest wilde Tiere, die zu Monstern werden.“
Zweifellos hungrige Monster, denen man in dieser Form alles zutraut. Auch die Erklimmung des hart umkämpften Throns der neuen Heavy-Metal-Generation. Be prepared!












