Black Label Society
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Aktueller VÖ
Tour Daten
Band Mitglieder
Zakk Wylde
Nick Catanese
John "J.D." DeServio
Craig Nunenmacher
Schnell, nenn mir einen Gitarristen, der mehr Alben als Zeppelin, die Rolling Stones und AC/DC zusammen verkauft hat! Kleiner Tipp: Es ist nicht Zakk Wylde.

„Let's just tell everyone that anyway," scherzt der Gitarrist, bevor er sich herzlich auslässt über all die kleinen Lügen, die er gerne als Fakten verkauft (inklusive einer bestimmten anatomischen Besonderheit).
Zakk ist ein lustiger Typ, aber gleichermaßen ein phänomenal erfolgreicher Musiker und eine erklärte Metal-Gottheit. Mehr als 20 Jahre lang war er Ozzy Osbournes Gitarrist - eine Zusammenarbeit, die eine amtliche Anzahl an Mulitplatin Alben hervorgebracht hat, inklusive Osbournes meistverkauften Alben „No More Tears" (Wylde schrieb die komplette Musik) und „Ozzmosis".

Mit seiner eigenen Band, Black Label Society, veröffentlicht Wylde in diesem August das mittlerweile achte Studioalbum. „Order Of The Black" ist eine Mischung aus harten Riffs, gefühlvollen Balladen und tosendem Metal.

Nach etlichen Jahren als feste Institution der Ozzfest Tour werden Black Label bald ihre eigene Headliner Tour starten: The Black Label Berzerkus. In den vergangenen Monaten wurde Wylde nicht nur ein Golden God Award vom englischen Metal Hammer verliehen, sondern auch ein Best Guitarist Award vom ebenfalls englischen Revolver Magazin. Beide Metal-Magazin-Institutionen verneigen sich damit vor einem der Größten der Szene, auch wenn dieser seit über vier Jahren kein neues Material mehr veröffentlicht hat. Außerdem gibt es sowohl von Gibson als auch von Epiphone ein Zakk Wylde Custom Modell, zu dem u.a. die Signature Gibson Les Paul im Bullaugen Design zählt.

Zakk Wylde wurde in New Jersey geboren, wo er auch aufgewachsen ist. Mit 14 Jahren bekam er zum ersten Mal eine Gitarre in die Hände und spielte fortan in einigen lokalen Bands, unter anderem bei einer Band namens Zyris und hatte einige miese Jobs (u.a.bei einer Tankstelle). Eine zufällige Begegnung mit einem Rock Fotografen half Wylde, ein Vorspielen bei Ozzy Osbourne zu bekommen, der einen neuen Gitarristen suchte. Wylde konnte erst gar nicht fassen, dass er engagiert wurde und damit in die Riege von Gitarristen wie Tony Iommi, Randy Rhoads und Jake E. Lee als Ozzys rechte Hand aufzusteigen.
Es folgten einige gigantische Alben und Stadiontouren. Während der Pausen nahm Wylde unter dem Namen „Pride & Glory" ein Soloalbum auf und gründete 1999 seine eigene Band, BLACK LABEL SOCIETY, die sich über die Jahre ihre eigene feurige Fanbase erspielte - die Berzerkers.

Diese Geschichte mag ja weitestgehend bekannt sein, aber in den letzten zwölf Monaten hat sich Zakks Leben radikal geändert. Zuerst fanden die Ärtze Blutgerinsel in seinem Bein. „The doc was like, ‘you have, what, a drink a day?' Six? 12? A case?' I'm like, ‘It's a liquid diet,'" lacht Wylde. „I mean, I'd drink beer while lifting weights. That's Black Label Society style for you right there. But the doc told me if I kept this up, I'd be dead by the time I was 50. So I stopped drinking. No big deal."
Dann explodierte die zweite Bombe. Osbourne, der seit 1988 Wyldes Boss und Mentor war, vekündete, dass er sich nach einem neuen Gitarristen umschaue. „I heard that, and to me, hey, the glass was half-full," sagt Wylde. „It's like, thanks for letting me be there for 23 years! I'll always cherish that. What more could Ozzy do for me at this point?" Und um zu beweisen, dass er keinerlei Feindseligkeit gegenüber Ozzy empfindet, werden Wylde und BLS im Sommer auf der diesjährigen Ozzfest Tour auftreten, bevor sie ihre eigene Tour starten. „I look at it this way: instead of 24-7, Black Label Society is now my life 25-8," so Wylde.

Das neue Black Label Society Album nahm Wylde mit seinem langjährigen Bandkollegen JD DeServio und dem neuen Schlagzeuger Will Hunt in seinem Home Studio, dem Black Label Bunker, auf. „I gutted the whole place, made it state-of-the-art, mixed and recorded there - the whole thing came out slammin'," so Wylde und fügt hinzu, dass er plant, auch andere Bands hier aufzunehmen. Und zwar für sein eigenes Label Panworkz.

„Order Of The Black", das achte Album der Band, ist keinesfalls eine radikale Kursänderung im Vergleich mit früheren Werken - es ist einfach eine Verbesserung. Es gibt brutale Riffs („Crazy Horse"), Southern Doom („Southern Dissolution"), leises Nachsinnen (die Klavierballaden „Darkest Days" und „Time Waits For No One") und epischen Thrash („Godspeed Hellbound").
Die erste Single „Parade Of The Dead" bietet Wyld‘sche old-school Riffs gepaart mit einem ziemlich abgefahrenen Groove.

Deuten Tracks wie „Darkest Days" und „Shallow Grave" auf ein dunkles, persönlicheres Album hin, sieht Wylde es nicht einer einzigen Richtung zugehörig, sei es nun härter oder weniger hart. „It's just whatever the songs are," sagt Wylde. „I hate bands who are like ‘This is our heaviest yet'...so it's just picking and screaming now? Or, ‘this is the fastest guitar playing I've ever done.' Then you're listening to notes. My favorite artists - Zeppelin, Sabbath, Elton John - the whole thing is songs. Back in Black wasn't the heaviest or most vulgar AC/DC album - it has the best songs."
Später in diesem Jahr wird Wylde dann die Berzerkus Tour starten. Mit an Bord werden einige befreundete Bands wie Clutch, Children Of Bodom und 2cents sein. „I'm always running into them, and I thought it would be an awesome excuse to get together," so Wylde. "It's going to be a tour of insanity, drunkenness (well, not for me) and dysfunction, that's for sure."
Ein neues Album, eine große Tour und zwei der wichtigsten Auszeichnungen im Metal. Was kommt als nächstes? „Chinese Democracy 2," sagt Wylde. „What Axl did was nothing. I was gone for four years before this album, and suddenly I'm a Golden God and metal's Best Guitarist. Next time I'm gonna go away for 15 years and come back with a Pulitzer and a Nobel Peace Prize."